Die Rote Beete

Die Rote Beete (lat. Beta vulgaris), auch Rote Bete oder Rote Rübe genannt ist ein heimisches Wurzelgemüse, dass sich mittlerweile weltweit verbreitet hat. Die rote Knolle ist äußerst gesund und reich an Nährstoffen. In der Küche eignet sich die Knolle beinahe für jede Art der Zubereitung. 

8 Tipps für die richtige Zubereitung! 

   1. Kochen 

Wenn du Rote Beete kochen willst, so solltest du dies unbedingt samt Schale und Strunk machen. Schneide die Knolle keinesfalls auf. Rote Beete ist bekannt für seinen intensiv roten Saft, und wenn du die Knollen aufschneidest, blutet die Rote Rübe im Wasser sozusagen aus. Die Farbe der Knolle ist so intensiv, dass sie früher sogar dazu verwendet wurde um Kleidung zu färben. Die Garzeit beträgt in der Regel 30-40 min.  Mach einfach den allbekannten Gabeltest um zu sehen ob die Knolle gar ist. 

   2. Im Backofen zubereiten 

Alternativ kannst du die Rote Beete auch im Backofen garen. Dies hat den Vorteil, dass weniger Nährstoffe aus der Knolle ausgewaschen werden. Die beste Methode um Rote Bete im Backofen zu zubereiten  ist sie zusammen mit etwas Butter in Alufolie einzuwickeln und sie anschließend im Ofen weich werden zu lassen. Die Garzeit im Backofen beträgt in der Regel 30-40 min bei einer Temperatur von 180 Grad. Ob die Rote Rübe gar ist kannst du auch hier ganz einfach mit dem Gabeltest überprüfen. 

   3. Braten 

Man kann die Roten Rüben auch ganz hervorragend braten. Verwende dafür am besten Olivenöl, dieses ergänzt den würzigen Geschmack der Knolle ganz hervorragend. Bratedas Gemüse am besten zusammen mit Zwiebeln. 

   4. Entsaften 

Der Saft der Roten Beete ist äußerst gesund, und wird in zahlreichen Smoothies verwendet. Wenn du Rote Bete entsaften willst, solltest du darauf achten dies möglichst sauber zu tun. Es eignet sich jeder herkömmliche Entsafter für die Prozedur. Passe lediglich auf, dass du Handschuhe trägst. Deine Kleidung sollte ebenfalls nicht die neueste und teuerste sein. Rote Rüben Flecken lassen sich nichtmehr so leicht auswaschen. 

   5. Einfrieren 

Ja man kann Rote Beete einfrieren. Du musst die Knollen vorher aber kochen. Mach dies wie bereits erwähnt samt der Schale. Nach dem Kochen entferne die Schale und lass die Knollen abkühlen. Die Haltbarkeit von eingefrorener Rote Beete liegt ungefähr bei 8 Monaten. Je tiefer die Temperatur desto länger hält sich die Knolle. 

   6. Rote Beete roh essen 

Man kann Rote Beete allerdings auch roh essen. Der Geschmack im rohen Zustand erinnert leicht an Erde. Besonders gut kannst du Rote Beete roh in Form von Carpaccio oder als Ergänzung zu Salaten verwenden.  

  7. Die richtige Lagerung

Rote Beete ist auch in rohem Zustand sehr lagerfähig. Nachdem du die Knollen geerntet hast, solltest du sie an einem kühlen und dunklen Ort lagern. Achte darauf, dass sich in deiner Lagerstätte keine Staunässe bilden kann, dadurch drohen die Knollen zu faulen. Je feuchter der Lagerort ist, desto länger bleibt die Rote Beete frisch und knackig. Du kannst eine Holzkiste mit Plastikfolie auskleiden, und anschließend mit Sand füllen. Gib die Knollen nun in den Sand. Auf diese Art ist die frische Rote Beete sicherlich 5 Monate lang haltbar. 

   8. Einkochen und einlegen 

Einkochen und einlegen von Roter Beete ist sicherlich eine der bekanntesten und am weit verbreitesten Zubereitungsmethoden. Die Knolle war früher ein essentieller Bestandteil der täglichen Ernährung, und das Einkochen und Einlegen war die einfachste Methode um das wertvolle Gemüse für den Winter haltbar zu machen. Hier ist eine “Schritt für Schritt Anleitung” wie du Rote Beete einfach nach Omas Art einlegen kannst: 

Zutaten:  

  • 2 kg Rote Rüben
  • 350 g Zwiebeln 
  • Lorbeerblätter 
  • Weinessig 
  • Salz 
  • Zucker 

Durchführung: 

  1. Koch die Knollen für etwa 30 min. in heißem gesalzenem Wasser 
  2. Nimm sie anschließend aus dem heißen Wasser, und schrecke sie sie unter kaltem Wasser ab. Entferne nun vorsichtig die Schale. Du solltest für diesen Schritt unbedingt Handschuhe verwenden, um sich nicht der färbenden Wirkung der Knolle auszusetzen. Die roten Flecken sind nicht so schnell abwaschbar. 
  3. Schneide die Knollen in Stücke und schichte diese zusammen mit den Zwiebeln im Glas. 
  4. Nun bereitest du den Einwegsud vor. Koch dafür 1 l Wasser, und gib einen halben Liter Weinessig, 2 EL Zucker und 2 EL Salz dazu. 
  5. Gib den heißen Sud nun zu den Roten Rüben in die Gläser, verschließe diese, und lass sie für mindestens 2 Tage ziehen. 
  6. So zubereitet halten sich die Roten Rüben über mehrere Monate. Du kannst die Lagerfähigkeit noch steigern, wenn du die Gläser an einem kühlen und dunklen Ort lagerst.

So gesund ist Rote Beete 

Die Rote Beete galt früher nicht umsonst als das Lebensmittel welches einen gesund durch den Winter bringt. Die Knolle ist reich an Vitaminen und Nährstoffen, und hat daneben auch noch einige weitere gesundheitsfördernde Effekte. 

  • Die in den Knollen enthaltenen Betanine, welche für die intensive Rotfärbung der Knolle verantwortlich sind, wirken extrem antioxidativ und anticancerogen. Die rote Knolle schützt somit unsere Zellen vor dem Verfall und unerwünschten Veränderungen.  Betanine wirken auch anregend auf die Leberzellen, und helfen unserem Körper somit beim Entgiften. 
  • Rote Beete wirkt sich auch positiv auf die Blutbildung aus. Die Rote Rübe enthält extrem viel Eisen, Folsäure und B-Vitamine, und gerade diese Inhaltsstoffe sind wichtig für die Blutbildung. 
  • Rote Beete wirkt sehr förderlich auf die Gallenblase und die Leber. Die in den Rüben enthaltenen Betanine stärken die körpereigenen Abwehrkräfte und schützen den Körper vor Infektionen. Dieser Effekt wird von den Inhaltsstoffen Selen und Vitamin C noch zusätzlich gefördert. 
  • Rote Beete soll ebenfalls das Risiko für Herzinfarkt und Bluthochdruck erheblich senken. Einige der Inhaltsstoffe der Knolle wirken entspannend auf die Gefäßwände und beugen Ablagerungen vor. 
  • Auch auf unsere Verdauung wirkt sich die Rote Beete ganz hervorragend aus. Die enthaltene Folsäure wirkt förderlich auf die Bildung von Magensäure, und hilft unserem Körper dadurch schwer verdauliche Nahrung besser zu verarbeiten. 
  • Rote Beete wirkt nicht nur im Inneren, sondern trägt auch zu einem strahlenden Aussehen bei. Die vielen enthaltenen Vitamine und Spurenelemente lassen Haut, Haar, und Nägel extrem gesund ausschauen.  

Rote Beete hat aber nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Die Knolle sollte von Menschen die zu Bildung von Nierensteinen neigen gemieden werden. Die in der Roten Rübe enthaltene Oxalsäure kann die Aufnahme von Calcium vermindern, was die Bildung von Harnstein stark fördert.

Nährwertangaben von 100 g Rote Beete:

Fettgehalt0,2g
Cholesterin0 mg
Natrium78 mg
Kalium325 mg
Kohlenhydrate

– Ballaststoffe

-Zucker

10 g

2,8 g

7 g

Protein 1,6 g
Kalzium16 mg

Rote Beete als Kick für den Sport! 

Rote Beete ist nicht nur für unseren Alltagsbedarf sehr gesund, sondern soll angeblich auch auf unsere sportliche Leistungsfähigkeit Auswirkungen haben. Forscher der Uni Exeter haben in einer Studie herausgefunden, dass der extrem hohe Nitratgehalt in der Roten Rübe die Sauerstoffaufnahme beeinflussen kann. 

In dem Forschungsprojekt, das von Prof. Andrew Jones geleitet wurde, müssten die Probanden einen halben Liter Rote Beete Saft über einen Zeitraum von 6 Tagen einnehmen. Die Ausdauer der Versuchspersonen wurde vor und nach der Einnahme verglichen. 

Die Wissenschaftler konnten dabei eine Leistungssteigerung um bis zu 16% belegen.  

“Der hohe Nitratgehalt vermindert den Sauerstoffbedarf der Muskeln, weshalb die Belastung weniger ermüdend ist. 

Wie giftig ist der hohe Nitratgehalt in der Roten Rübe? 

Lange gab es ein Gerücht, dass Nitrat reiche Lebensmittel giftig seien, bzw. Dass sie Krebs auslösen können. Man hat befürchtet, dass sich das im Gemüse enthaltene Nitrat im Körper zu krebserzeugenden Nitrosaminen umwandeln könnte. 

Bis heute gibt es keine wissenschaftlichen Hinweise, dass Nitrat aus Lebensmitteln irgendwelche negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. 

Und für die Frage ob Rote Beete giftig ist, gilt: Das enthaltene Nitrat ist ausschlaggebend für den energetisierenden Effekt der Knolle. Dies wurde von den Wissenschaftlern eindrucksvoll belegt. 

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